Projekt Eisenbahnstraße Eberswalde Unter dem Motto „Kunst trifft Wirtschaft“ Lebensraum Eisenbahnstraße
1. Projektbeschreibung
Die Kreisstadt Eberswalde ist dabei, im Norden Brandenburgs ihr eigenes Profil zu entwickeln.
Der „Wirtschafts- Interessen Ring e.V.“ hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.
Das bezog sich insbesondere auf die Gestaltung einer funktionierenden Innenstadt. In den vergangenen sechs Jahren wurden dabei Ergebnisse erzielt, die in ganz Brandenburg Anerkennung fanden. Die Antragsteller sind sich jedoch sehr wohl bewusst, dass die Gefahr der Verödung der Nebenzentren durch die Schaffung einer attraktiven City noch lange nicht gebannt ist.
Zerfallsprozesse, die durch den WIR e.V. in den Cityrandlagen zu beobachten sind, lassen sich nur durch zielgerichtete Maßnahmen stoppen oder gar rückgängig machen. Aus diesem Grunde entwickelte der WIR e.V. ein Konzept zur temporären Belebung der ehemaligen Haupteinkaufsstraße von Eberswalde. Unter dem Motto „Vom Bahnhof in die City durch unsere Eisenbahnstrasse“, soll der Versuch unternommen werden, diese Straße zu einer lebens- und sehenswerten Straße zu entwickeln. Das bedeutet, die Vielfalt von Handel und Dienstleistung, von Kulturangeboten, attraktivem Wohnraum, niveauvoller Gastronomie, Sicherheit und Sauberkeit wieder aufleben zu lassen. Die Eisenbahnstrasse wurde deshalb favorisiert, weil sie alle Voraussetzungen besitzt, um das beschriebene Ziel der weiteren Innenstadtbelebung zu erreichen. Sie ist die Straße, die das größte Potential besitzt, um das Zentrum der Stadt Eberswalde nachhaltig positiv oder negativ zu beeinflussen.
Die Besonderheit, das Wagnis und das Risiko der Projektumsetzung bestehen darin, dass erstmalig ein Verein den Gedanken, die Realisierung und die Langfristigkeit dieser umfangreichen Arbeit verantwortet. Diese Straße hat die Chance, sich durch wirtschaftliche, kulturelle und architektonische Individualität hervorzuheben und ein unverwechselbares Profil zu bekommen.
Folgende Arbeitsschwerpunkte wurden bisher festgelegt:
- Schaffung von Identifikation der ansässigen Unternehmen mit den Inhalten des Projektes.
- Immobilieneigner für die Quartiersentwicklung in privater Initiative gewinnen. Das erfordert den Willen zum gemeinsamen Handeln.
- Städtische Politik, kommunale Verantwortung, Verbände und Vereine so zu beeinflussen, dass durch sie erkannt wird, dass es sich bei diesem Projekt nicht um unangepassten Flächenwettbewerb zwischen City und Hauptzubringerstraße handelt, sondern um eine unabdingbare, bedarfsgerechte Entwicklung der gesamten Stadt.
- Einbeziehung der Kunst- und Kulturschaffenden in die Projektarbeit (s. Anhang „Kunst und Wirtschaft“ Ideenkonzept)
- Gestaltung einer realistischen und niveauvollen Terminkette, die möglichst alle Aktionen der Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden und Immobilienbesitzer beinhaltet.
- Dieses Projekt wird nur dann Erfolg haben, wenn sich möglichst viele Einwohner und Gäste der Stadt mit dem Vorhaben identifizieren und aktiv daran mitwirken können. Deshalb werden im Laufe des Jahres mehrere Wettbewerbe und Höhepunkte durchgeführt. Einer davon ist der 28.08.2010, an dem ein großes Straßenfest organisiert und Wettbewerbssieger geehrt werden:
- Freundlichste Firma in der Eisenbahnstrasse
- Schönste Immobilie in der Eisenbahnstrasse
- Interessantestes Kunstobjekt
- Die Entscheidungsfindung obliegt in erster Linie den Einwohnern der Straße und der Stadt.
- Es ist eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewährleisten. Der „Eberswalder Blitz“, als straßenansässiges Unternehmen, wurde als Kooperationspartner gewonnen.
Zu 2. Kriterien der Juryentscheidung
Das vorliegende Projekt besitzt in Ostbrandenburg ein Alleinstellungsmerkmal, weil es bisher noch in keiner Stadt gelungen ist, eine solche Vielzahl von wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktionen in Eigenregie zu initiieren. Bei Gelingen dieses Projektes wäre eine Verallgemeinerung und Anwendung der gesammelten Erfahrungen für andere Städte in Ostbrandenburg möglich. Gestartet wird das Projekt am 1.3.2010 mit einer Pressekonferenz in Eberswalde zu der 24 Medienvertreter aus Berlin und Brandenburg eingeladen wurden. Initiator und Hauptakteur des Projekts ist der Wirtschafts- Interessen- Ring e.V. . Die Mitarbeit an der Realisierung haben zugesichert:
- Altstadtcarreè e.V. Eberswalde
- Stadtbummel e.V. Eberswalde
- Unternehmerverband Barnim
- Stadtverwaltung Eberswalde
- Mühle e.V. Kunstverein
- Barnimer Busgesellschaft
- WHG Eberswalde
Das Signal eines objektbezogenen Sponsorings liegt bisher von 24 Firmen bzw. Geldinstituten vor.
Als Schirmherr des Projektes hat der Bürgermeister der Stadt Eberswalde seine Bereitschaft signalisiert.
In der Eisenbahnstraße sind ca. einhundertfünfzig Firmen ansässig.
Wir wollen dieses Potential bündeln und die Attraktivität des Quartiers weiter erhöhen.
Geplant sind eine Reihe von Veranstaltungen wie:
- Kunstevents
- Sportveranstaltungen
- Shoppinginitiativen
- Firmenjubiläen
- Straßenfest
2.2.
Seit seiner Gründung setzt sich der WIR e.V. für eine nachhaltige positive Entwicklung der Stadt Eberswalde ein. Wir arbeiten konzeptionell an einer Verzahnung der Schlüsselfaktoren Wirtschaft, Handel und Dienstleistung, Politik und Verwaltung, Infrastruktur, Kultur und städtisches Leben mit dem Ziel, durch ein immer besseres Zusammenwirken der Akteure einen hohen Wirkungsgrad in der Stadtentwicklung zu gewährleisten.
Der lebendige Zentrumskern von Eberswalde in seiner heutigen Erlebbarkeit mit den Verwaltungszentren am Markt Paul-Wunderlich-Haus und Rathaus, der Fachhochschule, den Quartieren Rathauspassage, Altstadtcarreè und Friedrich-Ebert-Straße mit einem prosperierenden Mix aus Handel, Dienstleistung und Gewerbe, mit gastronomischen Angeboten, mit vielfältigen Kulturveranstaltungen und grünen Erholungszonen ist maßgeblich auf unsere Initiative zurückzuführen.
Die Entwicklung eines Stadtzentrums mit Strahlkraft werden wir konsequent weiter vorantreiben. Dieses Vorhaben wird uns nur gelingen, wenn wir die 1-B-Lagen entwickeln. Unser Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Eisenbahnstraße. Der Eisenbahnstraße kommt als Bindeglied zwischen Zentrumskern und Bahnhof eine besondere Bedeutung zu. Sie ist das Tor zur Stadt. Unser Ziel ist, sie als solches für Bewohner und Besucher von Eberswalde spürbar werden zu lassen. Die Eisenbahnstraße beheimatet ca. 150 Händler, Dienstleister, Handwerker, Gewerbetreibende und Gastronomen. Darüber hinaus hat sie Bedeutung als zentral gelegenes Wohnquartier. Unser Ziel ist, in Verbindung beider Komponenten einen Lebensraum Eisenbahnstraße unter Bewahrung des Handelscharakters zu schaffen. Schwerpunkte unserer Arbeit werden hierbei die Leerraumbewirtschaftung, die Aufwertung der Wohn- und Gewerbequartiere und die Einbindung des Bahnhofs sein.
Die Eisenbahnstraße soll Bewohnern ein lebenswerter Ort sein. Besucher soll sie willkommen heißen, sie einladen weiterzugehen und die Stadt zu entdecken, zu verweilen.
2.3.
Wir haben unser Projekt den bedeutsamen lokalen Akteuren vorgestellt und Akzeptanz auf breiter Basis geschaffen. Durch Belebung der Schlüsselbeziehungen und aktiver Mitarbeit der unterschiedlichsten Akteure wird es uns gelingen, unser Projekt erfolgreich umzusetzen.
Die Leitung des Gesamtprojektes, Organisation und Koordination, Finanzierung sowie die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet der WIR e.V. Hierbei erhalten wir Unterstützung der Wirtschaftsvereine Altstadtcarreè, Stadtbummel und der Werbegemeinschaft Rathauspassage.
Mit den eben genannten werden wir auch gemeinsam im Projektzeitraum das Eberswalder Mitternachtsshopping durchführen, um eine Verbindung zu unserem Projekt herzustellen. Mitglieder des Unternehmerverbandes haben zugesagt, uns bei der Durchführung der Kunstprojekte und des Straßenfestes durch Bereitstellung von Material und Technik zu helfen. Die Stadt Eberswalde begleitet unser Vorhaben zustimmend und unterstützt uns bei der Beschaffung erforderlicher Genehmigungen und der Werbung sowie stellt Räumlichkeiten für die Durchführung von Projektsitzungen zur Verfügung. Die Barnimer Busgesellschaft plant in Eigenregie die Umlenkung der Buslinien am Tag des Straßenfestes zur Sicherstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Der Kunstverein „Die Mühle“ e.V. plant und führt diverse Kunstaktionen während des Projektzeitraumes und zum Straßenfest durch. Weitere Kulturschaffende unterstützen uns bei der Beleuchtung an Aktionstagen und der Vermittlung von Künstlern. Der Kreissportbund steht uns bei der Akquisition von Sportaufführungen seiner Mitgliedsvereine zum Straßenfest zur Seite. Schulen und Kindergärten werden Programme aufführen und sich an Kunstaktionen für Kinder beteiligen. Die privaten Hausbesitzer und die Wohnungsbau- und Hausverwaltung GmbH erklären sich bereit, Leerraum, Immobilien und Höfe für künstlerische Aktionen und Gestaltung zur Verfügung zu stellen. Und nicht zuletzt werden uns die in der Eisenbahnstraße ansässigen Händler und Gewerbetreibenden bei der Durchführung des Projektes unterstützen und die Geschlossenheit der Finanzierung absichern.
Zusammenfassend können wir feststellen, dass unser Projekt von einer breiten Öffentlichkeit getragen und unterstützt wird.
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